Sichere Bluttransfusionen


Testung auf Hepatitis-E-Viren ab 2019
Sichere Bluttransfusionen

Das Risiko, sich über Blutkonserven mit Viren oder Bakterien anzustecken, ist in Deutschland sehr gering. Grund ist die Testung der Blutprodukte und die Keimabtötung durch spezielle Verfahren.

Testung auf Erreger schließt Ansteckung (fast) aus

Prof. Holger Hennig, stellvertretender Direktor am Institut für Transfusionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Lübeck bringt es auf den Punkt: „Bluttransfusionen sind heute so sicher wie nie zuvor. In Deutschland ist es heute – insbesondere durch die angewendeten molekularbiologischen Testungen – extrem unwahrscheinlich, sich über Blutprodukte eine gefährliche Virusinfektion zuzuziehen.“

Das Risiko, sich als Empfänger einer Blutkonserve über infiziertes Blut mit dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV) anzustecken, liegt in Deutschland bei unter 1:25 Millionen. Noch seltener erfolgt die Übertragung des Hepatitis-C-Virus (HCV): Eine von 75 Millionen Blutkonserven ist ansteckend. Und eine von 8 Millionen Konserven ist mit Hepatitisviren vom Typ B (HBV) belastet. Hennig nimmt an, dass diese Zahl in den nächsten Jahren weiter sinken wird, denn seit den 1990er-Jahren sieht der Impfkalender eine Impfung gegen HBV bereits im Kindesalter vor.

Neu ab 2019: Untersuchung auf Hepatitis-Viren vom Typ E

Ab 2019 ist vorgesehen, das Blut von Spendern auch auf Hepatitisviren vom Typ E (HEV) zu testen. Die Übertragung dieser Viren soll laut Hennig durch routinemäßige Tests so weit wie möglich reduziert werden. Hennig weist darauf hin, dass die Einführung immer neuer Tests jedoch an finanzielle und organisatorische Grenzen stoße. Daher sieht Hennig als Alternative die allgemeine Abtötung von Krankheitserregern in Blutprodukten.

Anders wie Blutplasma überstehen Konserven, die Blutzellen enthalten, keine Wärmebehandlung, um mögliche Erreger abzutöten. Hier kommen Methoden wie eine UV-Licht-Bestrahlung zum Tragen. „Bei der Herstellung von Blutplättchenkonzentraten hat sich eines dieser neuen Inaktivierungsverfahren bereits seit über zehn Jahren bewährt“, erläutert Hennig. Sobald ähnliche Verfahren auch für Konzentrate aus roten Blutkörperchen zur Verfügung stünden, könne die Testung von Spenderblut im Labor reduziert werden und sich auf die Erreger beschränken, die durch die Behandlung nur unzureichend erfasst werden.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V.

Partnerapotheken

Haus-Apotheke
Landsberger Allee 117
10407 Berlin

Vita-Apotheke
Schivelbeiner Str. 33
10439 Berlin

News

Tipps für sicheren Grillspaß
Tipps für sicheren Grillspaß

Heißes Sommervergnügen

Von Verbrennungen bis zu Magen-Darm-Infektionen: Das allseits beliebte Grillen hält eine ganze Menge Gefahren bereit. Hier gibt es Tipps, wie man sich davor schützt.   mehr

Waschen, cremen, inspizieren
Waschen, cremen, inspizieren

Hautpflege bei Diabetes

Eine Diabeteserkrankung wirkt sich auch negativ auf die Haut aus. Mögliche Folgen sind Pilzerkrankungen und unangenehmer Juckreiz. Mit einer guten Blutzuckereinstellung und der richtigen Pflege lässt sich jedoch gut vorbeugen.   mehr

Weiblicher Schlaf und Hormone
Weiblicher Schlaf und Hormone

Was machen Hormone mit dem Schlaf?

Ob man morgens ausgeschlafen oder müde ist, hängt von vielen Faktoren ab. Welchen Einfluss haben die Hormone?   mehr

Solarium erhöht Hautkrebsrisiko
Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Gefährliches „Vorbräunen“

Viele nutzen das Solarium, um mit vorgebräunter Haut in den Urlaub zu starten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Künstliche UV-Strahlung kann das Risiko für schwarzen Hautkrebs deutlich steigern.   mehr

Strategien gegen die Atemnot
Strategien gegen die Atemnot

Angst vor dem Ersticken

Atemnot kann den Alltag stark einschränken und vielen Betroffenen Angst machen. Doch es gibt Möglichkeiten, besser mit den Beschwerden umzugehen und den Teufelskreis aus Luftnot und Anspannung zu durchbrechen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Nibelungen-Apotheke
Inhaberin Christine Elsell
Telefon 030/5 50 91 95
Fax 030/5 50 91 96
E-Mail service@nibelungen-apotheke.de